![]() |
![]() |
![]() |
|
||||
|
|
|||||||
|
|
|
||||||
|
|
|||||||
|
|
|
||||||
|
|
|||||||
|
Kristallglasuren
Streng genommen sind sie Fehler, da sie
das glasige Gefüge der Glasur stören. Sie sind oft
andersfarbig gegenüber dem Rest der Oberfläche und
können aussehen wie Sterne oder Blumen. Von ihnen geht ein
ähnlicher Reiz aus wie von Edelsteinen, mit denen sie
verwandt sind. Sie wachsen während des Brennvorganges in
der Glasur und erstarren mit ihr. Über ihre Entstehung
gibt es komplizierte Theorien, die auch den
„Züchtern“ von Kristallen meist
unverständlich bleiben. Es gibt einfach zu viele Faktoren,
die ihre Entstehung beeinflussen, so daß das
Ausräumen des Ofens jedesmal Überraschungen bringt,
manchmal auch negative. Die Reihe der Varianten für
mißratene Oberflächen ist lang: Aufkochen, Ablaufen,
Festkleben, oder schlicht das Fehlen der erwünschten
Kristalle sind nur einige Möglichkeiten.Wenn es um die
Herstellung von Kristallglasuren geht, benehmen sich die
meisten Keramiker wie Alchimisten, und die Mixtur aus
verschiedenen Mineralien gewandelt durch das Feuer zu etwas
Neuem und durch den Vorgang des Wachsens fast Lebendigem hat
vielleicht auch entfernt etwas mit Magie zu tun.
Oder, wie es Prof. Ralf Busz einmal
formuliert hat:
"Kristallglasuren sind Bilder
dynamisch wuchernder Wachstumsprozesse. Ihre Strukturen und
Texturen zeigen Wechselwirkungen, Verhaltensmöglichkeiten
und Zustandsänderungen ihrer Stoffkomponenten. Die
Kristallisationen haben ein strukturales Verhalten, wie es auch
in Wirbelbildungen fließenden Wassers oder der Maserung
von Holz sichtbar wird...
Wie in der belebten Natur wird das
Aussehen durch das eigene Grundmuster und durch das umgebende
Milieu bestimmt. Zufall und Notwendigkeit bestimmen das Bild
einer Kristallisation: das mathematisch-geordnete Bild der
Symmetrieelemente im Einzelkristall und die chaotisch
erscheinenden Ansammlungen der Einzelkristalle"
|
|
||||||
|
|
|||||||
|
|
|||||||
|
|
|||||||
![]() |
|
||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
|